Duo - Was ist das?
Das Duo für...
| Individualisten | Einsteiger | Versehrte |
| Duo ist die Antwort zur Aufgabe, zwei Personen und Gepäck bei jeden Wetter über kurze Entfernungen unerreicht wirtschaftlich zu befördern, ohne vom öffentlichen Nahverkehr abhängig zu sein. Für echte Individualisten ist allerdings die kurze Entfernung äußerst dehnbar... | Der Führerschein M (Kleinkrafträder, motorisierte Krankenfahrstühle) reicht aus! Welchen man mit 15 Jahren erwerben kann. Schließlich hat ja jeder mal klein angefangen. | Das Duo dient auch Versehrten besonders bei Beschädigung eines oder beider Beine. Die Einstiegsöffnung im Duo ist angemessen breit (75 cm) und niedrig (22 cm). Für Ein- oder Ohnehänder eignet sich das Fahrzeug nicht. |
Was das Duo so interessant macht:
| Das Platzangebot | Ein echter Zweisitzer: 2 Personen nebeneinander auf der 90 cm breiten Sitzbank. Maximale Nutzlast 163 kg. |
| Die Fahrleistung | Wendekreisdurchmesser 4,6 m. Gut zum Einparken des 2,13 m langen und 1,45 m breiten Duo in die kleinste Lücke. Höchstgeschwindigkeit 55 km/h. Mithalten im städtischen Verkehr ist kein Problem. Kraftstoffverbrauch ca. 3-4 l Zweitakt-Gemisch 1:50 pro 100 km, ca. 400 km mit einer Tankfüllung. Betriebskosten im Bereich eines Kleinkraftrades. |
| Die Sicherheit | Mechanisch betätigte Simplexvollnabenbremsen ( Durchmesser 12,5 cm) an jedem Rad. Alle Räder untereinander austauschbar, Allradgebremst, Einzelradaufhängung, hydraulisch gedämpfte Federbeine 10 cm Federweg schlucken selbst den härtestem Feldweg. Alle Bedienelemente am Lenker! 3-Gang-Getriebe mit Handschaltung. |
Die Suhler Simson Fahrzeuge
Kleinkrafträder bestimmen vor allem im Sommerhalbjahr das Verkehrsgeschehen auf unseren Straßen. Verließen doch ab 1964 bis Ende 1981 ca. 2,5 Millionen Stück die Montagebänder des VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk "Ernst Thälmann" in Suhl. Der "VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk Ernst Thälmann, Suhl" begann 1955 mit der Produktion von "Kleinkrafträdern". Vorher baute man, wie der Firmenname schon sagt, hauptsächlich Waffen, aber auch schon Motorräder. |
Die Simson-Kleinkrafträder besitzen ein außerordentlich hohes Leistungsvermögen und sind hinsichtlich Zuverlässigkeit und Wartbarkeit kaum zu überbieten. An keinem anderen in der DDR produzierten Kraftfahrzeugtyp wird so deutlich wie an den Suhler Kleinkrafträdern, welche Entwicklung die Fahrzeuge hinsichtlich Sicherheit, technischer Perfektion, Zuverlässigkeit und Leistung in den letzten Jahren genommen habe. |
Dank Ihrer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h und ihrer für diese Fahrzeugklasse überdurchschnittlich leistungsstarken Motoren sind sie sowohl für Stadt- und Kurzstrecken sowie für Überlandfahrten geeignet. Dies zeigt sich auch dadurch, das das Suhler Fahrzeugwerk als eines der Wenigen die "Wende" überlebt und auch auch heute noch sehr schöne Fahrzeuge baut. So wurde unter anderem die "Vogelserie", natürlich mit völlig andersgearteten Fahrzeugen, wieder neu aufgenommen. |
| 1856 | Gründen die Brüder Löb und Moses Simson das Unternehmen «Simson» in Suhl. Sie stellen Holzkohlenstahl, später Gewehre her. |
| 1896 | Beginnen die Simsons mit der Produktion von Fahrrädern. |
| 1907 | Wird der erste Personenkraftwagen entwickelt. |
| 1935 | Flieht die Familie aus Hitlerdeutschland. Die Produktion konzentriert sich auf Waffen. Trotzdem geht das Leichtmotorrad «BSW» 98-ccm Sachsmotor in Serie. |
| 1945 | Wird das Werk dem Alliierten Kontrollrat der Sowjetunion zugesprochen. |
| 1950 | Läuft der Verkauf der «AWO 425» mit Erfolg. |
| ab 1961 | Beginnt der Siegeszug der Simson-Vögel: Schwalbe, Spatz und Star gehen vom Band. |
| 1975 | Kommt das «S 50» auf den Markt. |
| 1992 | Gründen Mitarbeiter die «Suhler Fahrzeugwerk GmbH» und führen die Produktion unter dem Namen «SIMSON» fort. |
| 2000 | Simson kündigt Konkurs an. |